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Die fünf Pfeiler

Wirkungen

Übungsreihen

Meditation

Meditation im täglichen Leben

Meditation ist auf der einen Seite ein Bewusstseinsprozess, auf der anderen Seite beeinflusst sie jedoch auch konkret unseren Organismus und unser tägliches Leben. Es gibt eine Vielzahl von Untersuchungen und Testreihen mit Menschen, die meditieren. Die Auswertungen ergaben folgende Veränderungen durch Meditation:

Körperliche Wirkungen
• Die Atemfrequenz nimmt ab, das heißt, der Atem wird ruhiger und gleichmäßiger.
• Der Herzschlag wird langsamer, das Herz arbeitet ruhiger und effektiver.
• Die Abnahme der Herz- und Atemfrequenz verringert wiederum den Sauerstoffverbrauch des Körpers.
• Der Blutdruck sinkt während der Meditation. Nach längerer Übung neigen die Menschen weniger zu hohem Blutdruck. Beschwerden durch niedrigen Blutdruck treten ebenfalls seltener auf.
• Der Milchsäurespiegel im Blut nimmt ab. Daraus kann man schließen, dass auch die Angstbereitschaft zurückgeht.
• Im Gehirn entstehen vermehrt Alpha-Wellen - ein Indiz für tiefe, innere Entspannung und Gelöstheit.

Psychische Wirkungen
• In verschiedenen psychologischen Intelligenztests schneiden Meditierende besser ab als Menschen, die nie meditieren.
• Das Erinnerungsvermögen und die Lernfähigkeit werden verbessert.
• Die Fähigkeit zur Lösung mathematischer Aufgaben wird gestärkt.
• Die Beziehung zu den Mitmenschen wird positiver eingeschätzt.
• Die innere Kontrolle wird erhöht; es treten weniger Ängste auf.
• Schlaflosigkeit kommt seltener vor. Die Zeit bis zum Einschlafen wird deutlich verkürzt.
• Weil die Konzentration zunimmt, können störende Reize die Wahrnehmung weniger beeinflussen.
• Der Selbstausdruck der Persönlichkeit in Sprache und Gestik wird verbessert.
• Das Verlangen nach Genussgiften wird reduziert. Drogen werden überflüssig.
• Gewalttätigkeit und Aggressionen nehmen ab.
• Das Einfühlungsvermögen verbessert sich.

Meditationspraxis

Um die oben genannten Wirkungen zu erzielen, muss man einige Zeit üben. Jeder Erfolg beginnt mit dem ersten Schritt! Wählen Sie für die Meditation eine ruhige, harmonische Umgebung. Am besten machen Sie eine Meditation direkt nach der Tiefenentspannung am Ende der Yogaübungen. Je entspannter und gelöster unser Körper ist, umso besser können die Energien während der Meditation fließen. Es ist aber auch möglich zu jeder anderen Zeit zu meditieren.

Sorgen Sie dafür, dass Sie während der Meditation ungestört bleiben. Unterbrechen Sie möglichst nie eine Meditation abrupt, weil zum Beispiel das Telefon klingelt oder es an der Tür läutet. Sondern kommen Sie immer langsam und behutsam aus dem meditativen Zustand wieder in die weltliche Realität zurück.

Prinzipiell ist Meditation in jeder Körperhaltung möglich. Die gebräuchlichste Haltung ist die einfache Haltung, der Yogasitz. Sie können aber auch auf einem Stuhl sitzend meditieren. Achten Sie immer darauf, dass Ihre Wirbelsäule während der Meditation gerade bleibt. Denn nur so können die Energien von der Basis der Wirbelsäule hin zum Scheitelzentrum optimal fließen.

Beginnen Sie mit kurzen Übungszeiten, die Sie dann langsam steigern. Überfordern Sie sich nicht! Es ist besser drei Minuten mit Freude und innerem Frieden zu meditieren als 31 Minuten mit finsterer Miene und innerlichen Verkrampfungen durchzuhalten. Jede der angegebenen Meditationen kann unbedenklich kürzer oder länger ausgeübt werden. Überschreiten Sie trotzdem die angegebene Dauer nicht. Es gibt bestimmte Zeitwerte beim Meditieren, die entsprechende Wirkungen auf uns haben: Nach einer Meditation von drei Minuten wird unser elektromagnetisches Feld, unsere Aura, gestärkt. Haben Sie elf Minuten meditiert, beginnt das Drüsensystem zusätzlich optimal auszuscheiden. Nach 31 Minuten wird die Gehirnfunktion stärker angeregt. Es ist auch möglich, eine Meditation auf zweieinhalb Stunden auszudehnen. Danach hat sich die Struktur des gesamten Organismus grundsätzlich positiv verändert.

Nach längerer Meditationpraxis werden Sie in der Lage sein, an jedem Ort zu meditieren, und sei es auf einem lauten Marktplatz. Wir können in diesem Fall auf die Geräusche meditieren. Je weniger wir etwas abwehren, sondern es durchfließen lassen, desto leichter gelingt die Meditation. Auf diese Weise können wir entspannt und konzentriert bleiben, selbst wenn es um uns herum laut und hektisch ist. Diese Geisteshaltung können Sie dann wieder übertragen auf alle Tätigkeiten des Alltags. Zufriedenheit und ein erhöhtes Energiepotential werden Sie Ihr Leben lang begleiten.

Warten Sie während der Meditation nicht krampfhaft auf besondere Ereignisse oder sogar auf die Erleuchtung. Je mehr wir wollen, dass etwas Großartiges oder Außergewöhnliches geschieht, desto weniger wird tatsächlich passieren. Die Wirkung von Meditation zeigt sich häufig erst nach einer gewissen Zeit, wenn wir die Übung schon beendet haben.

Meditation gibt uns die Gelassenheit, die Dinge des Lebens so zu nehmen, wie sie sind. Gleichzeitig bekommen wir mehr Kraft, zielstrebig unseren Weg zu gehen, und lernen uns selbst immer besser kennen.


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