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Allgemeine Wirkungen
Im Yoga arbeiten wir an der Verbindung von Körper, Geist und
Seele. Jede Yogaübung beeinflusst diese drei Aspekte. Sie werden
deshalb die Wirkungen immer in ihrer Gesamtheit spüren. Wenn
beispielsweise eine Übung auf die Wirbelsäule einwirkt, so stimuliert
sie gleichzeitig das Nervensystem. Infolge des körperlichen
Wohlbefindens gewinnen Sie mehr Lebensenergie und ein positives
Lebensgefühl. Im Folgenden werden die wichtigsten Wirkungen von
Kundalini-Yoga auf Körper, Geist und Seele genannt:
Körperliche Wirkungen
• Dehnung, Kräftigung und Lockerung der Muskulatur
• Aufrichtung der Wirbelsäule und Verbesserung der Körperhaltung
• Lösung von Ablagerungen an Gelenken und Muskeln Stärkung des Nerven-
und Drüsensystems
• Stabilisierung des Blutkreislaufs
• Intensivierung der Organdurchblutung Kräftigung des Herzmuskels
• Neubildung von aktiven kleinen Blutgefäßen
• Das Blut wird dünnflüssiger
• Aktivierung der Verdauungsorgane
• Verbesserung der Atmung Anregung der Entgiftungsleistung von Leber,
Lunge, Nieren und Haut
• Schnellere Ausscheidung von Giftstoffen Stärkung der Abwehrkräfte
• Verbesserung des Gleichgewichtssinns und des Körperbewusstseins
Geistige Wirkungen
• Lösung von nervösen Muskelverspannungen
• Abbau von Stress Aufgabe von schlechten Gewohnheiten und Süchten
• Erhöhung der Ausdauer Stärkung der Durchsetzungskraft
• Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Verbesserung des
Gedächtnisses
• Klarheit der Gedanken
• Gleichgewicht zwischen rechter und linker Gehirnhälfte in Bezug auf
ihre Aktivität
Seelische Wirkungen
• Innere Ruhe und heitere Gelassenheit Minderung von Ängsten
• Vertrauen in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten
• Flexibilität in wechselnden Lebenslagen
• Erhöhung der Kreativität
• Freude und Mitgefühl
• Mehr Selbstvertrauen
• Höhere Selbstachtung
Wie kommen die Wirkungen zustande?
Im Kundalini-Yoga üben wir nach dem Prinzip von Winkel, Spannung und
Atem. Das heißt, bei jeder Übung bringen wir unseren Körper in einen
bestimmten Winkel; zum Beispiel indem die Beine um 60 Grad angehoben
oder die Arme parallel zum Boden ausgestreckt werden. Durch die
besondere Haltung wird in uns eine Spannung erzeugt, die auf einen
Bereich und eine spezielle Gruppe von Muskeln begrenzt ist. (Häufig
werden solche Muskeln beansprucht, die im Alltag selten benutzt oder
aktiviert werden.) Unser Körper reagiert darauf, indem er dieses
Gebiet stärker durchblutet und so mit mehr Sauerstoff und Energie
versorgt. Um diesen Prozess zu unterstützen, ist es wichtig, während
einer Yogaübung intensiv zu atmen.
Nach einer Yogaposition kommt es zu einer tiefen Entspannung der
betreffenden Muskulatur, die noch lange erhalten bleibt. Diese
wiederum bewirkt reflektorisch eine Entspannung der zugehörigen Organe
und Körpersysteme. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zwischen den
einzelnen Übungen kurz zu entspannen. Die Tiefenentspannung am Ende
einer Übungsreihe sorgt für einen Ausgleich der Energien in unserem
Körper.
Je mehr Verspannungen und Blockaden wir in unserem Körper lösen, umso
freier kann unsere Lebensenergie fließen. Auf diese Weise gewinnen wir
neue Tatkraft und innere Dynamik. Die frei werdende Energie benutzen
wir in Meditationsübungen dazu, das Bewusstsein zu erweitern. Mit
einem entspannten Rücken und einer inneren Zufriedenheit ist der
Zugang zu unserem inneren Wesenskern um ein Vielfaches leichter.
Kundalini-Yoga ist dynamisch und wirkt äußerst energetisierend. Es
fordert uns heraus, über körperliche Grenzen zu gehen, und unser
Durchhaltevermögen wird geprüft. Niemals jedoch wird Yoga eine
olympische Disziplin werden, bei der Sie eine Goldmedaille gewinnen
können. Darüber hinaus ist Kundalini-Yoga auch ein individueller
Prozess, der jeden einzelnen Menschen auf eine besondere Weise fordert
und fördert.
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